Die Mehrheit der Deutschen ist für eine Impfpflicht im Gesundheits- und Bildungsbereich. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer.

Das Thema Corona nimmt wieder an Bedeutung zu. Um für die Bevölkerung einen möglichst großen Schutz zu erreichen, müsste sich ein Großteil der Menschen bei uns impfen lassen. Die meisten Befragten (58 Prozent) bezweifeln, dass dies bis zum Ende des Sommers der Fall sein wird. 40 Prozent glauben, dass die Impfquote dann für eine sogenannte Herdenimmunität ausreichen wird (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“).

Um mehr Menschen dazu zu bewegen, sich impfen zu lassen, sind dafür auch kleine finanzielle Anreize in der Diskussion. Das stößt auf eine klare Ablehnung (84 Prozent). Nur 13 Prozent sprechen sich dafür aus. Eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich (dafür: 60 Prozent; dagegen: 38 Prozent) und in Schulen und Kitas (dafür: 55 Prozent; dagegen: 43 Prozent) erhält jedoch mehrheitliche Unterstützung. Sollte es zu einer vierten Corona-Welle kommen, glauben nur 24 Prozent, dass die Belastungen in den Krankenhäusern wieder ähnlich stark wären wie bei den bisherigen Wellen. 70 Prozent gehen davon aus, dass diese weniger heftig ausfallen würden.

Im Vergleich zu Ende Juni gibt es in der Projektion erneut geringe Veränderungen. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, könnte die Union zum dritten Mal in Folge leicht zulegen und käme auf 30 Prozent (plus eins), die SPD würde sich auf 15 Prozent (plus eins) verbessern. Die AfD bliebe bei zehn Prozent, die FDP erhielte ebenfalls zehn Prozent und die Linke sieben Prozent, alle unverändert. Die Grünen müssten zwei Punkte abgeben und könnten mit 20 Prozent rechnen, die anderen Parteien zusammen erreichten weiterhin acht Prozent.

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